Protektionismus in Zeiten der Finanzkrise

Die Konjunkturpakete aller westlichen Industrienationen lassen den Ruf nach Protektionismus laut werden. Manche Politiker und auch der normale Bürger meint, dass die Steuergelder ausschließlich in deutschen Unternehmen ausgegeben werden müssen. Nur so könnten auch deutsche Arbeitsplätze bewahrt werden. Doch diese Aussagen sind nur auf sehr kurze Sicht gedacht. Barack Obama hat genau das richtige gemacht, als er den sogenannten Passus “Buy American” aus dem Konjunkturpaket gestrichen hat. Damit sollte festgelegt werden, dass ausschließlich amerikanischer Stahl mit dem Geld des Konjunkturpakets gekauft wird. Durch Protektionismus werden erstmal automatisch die ausländischen Unternehmen geschadet, denn diese können auf den einheimischen Markt nur noch schwer Fuss fassen. Doch die ausländischen Staaten würden dies nicht einfach hinneben sondern würden ihrerseits auch Ihren Markt abschotten müssen. Aus dieser Entwicklung würden nur Verlierer hervorgehen. Auch die Abwrackprämie begünstigt den Kauf von außerhalb Deutschland montierten Fahrzeugen. Doch wir kaufen mit einem Peugoet genauso kein rein französisches Auto wie mit einem VW. Und das ist gut so, Herr Sarkozy. Die Automobilzulieferer sind global aufgestellt in einem VW kann genauso Valeo stecken wie in einem Peugoet Bosch. Trotz Subventionen in Form von Konjunkturpaketen würde eine Abschottung die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe im jeweiligen Ausland schmälern. Konjunkturpakete sind gut aber der Protektionismus schadet allen.

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Datum: Samstag, 21. Februar 2009 23:46
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