Griechenlands Schwäche hilft deutschen Exporten

Die EU wird für Griechenland „falls notwendig entschlossene und abgestimmte Maßnahmen ergreifen, um die Stabilität in dem gesamten Währungsraum sicherzustellen” (EU-Präsident Herman Van Rompuy, 11.02.2010). Doch es wird erstmal kein direkter finanzieller Beistand z.B. durch Kredite erfolgen. Die zukünftige Unterstützung wird nur bereitgestellt, wenn sich die Griechen an die strikten Sparmaßnahmen halten, die Sie sich jetzt selbst auferlegt haben. Die von diesen Sparmaßnahmen betroffenen Bevölkerungsgruppen wechseln sich täglich mit Ihren Streiks und Protesten ab. Also darf man gespannt sein, ob die griechische Regierung diese Sparmaßnahmen durchziehen und den Kampf gegen die Steuerhinterziehung gewinnen kann.

Grundsätzlich sollte die gerade daraus resultierende Schwäche des Euros insbesondere Deutschland und anderen EU-Länder nicht ungelegen kommen. Denn durch einen schwachen Euro wird die Wettbewerbsfähigkeit der Euroländer für den Export gestärkt. Im Euroraum produzierte Waren und Dienstleistungen werden z.B. in Asien, USA oder Großbritannien günstiger und verkaufen sich so besser. Ein kleines schwaches Land wie Griechenland kommt da genau richtig, um den Eurokurs zu drücken und das Wachstum der deutschen Exportwirtschaft zu unterstützen.

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Datum: Donnerstag, 11. Februar 2010 16:45
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Ein Kommentar

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    Die Euroschwäche kommt den Euroländern sicherlich gelegen, denn so wird die gebeutelte europäische Wirtschaft wieder angekurbelt. Denn viele Unternehmen in Deutschland und Europa haben als Folge der Finanzkrise starke Verluste erlitten, und sind natürlich froh, dass die Konjunktur wieder anzieht. Allerdings profitieren alle Länder, die den Euro haben von der Euroschwäche, also auch Griechenland.

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