Der Euro wird erwachsen

Manche schimpfen das geplante Rettungspaket über 750 Milliarden Euro als heimliche  Währungsreform und fürchten die stille Abwertung des Euros (presse.com).

Tatsächlich ist es eine Währungsreform. Diese Währungsreform führt dazu, dass der gesamte Euroraum immer mehr als ganzes gesehen wird. Der Vorteil eines großen Wirtschaftsraums kann so ausgespielt werden. Auch die USA haben den erheblichen Vorteil des großen Wirtschaftsraums und können sich so trotz einer immensen Schuldenlast relativ günstig finanzieren. Der US-Dollar hat vor allem durch den großen Wirtschaftsraum USA eine robuste Stabilität. Genau hier war das bisherige Manko des Euroraums. Die einzelnen Staaten der Eurozone waren hauptsächlich durch eine gemeinsame Währung verbunden. Eine weitere wesentliche Verbindung war bisher nicht zu erkennen. Die Kredite an diese einzelnen Staaten wurden mit einem gesonderten Risiko betrachtet.

Der Vergleich der Euro-Staaten mit den  Bundesstaaten der USA kann hier nur bedingt herangezogen werden. Die einzelnen Bundesstaaten der USA können in die Insolvenz gehen, was theoretisch für die Euro-Staaten auch gilt. Richtig ausprobieren möchte dies selbstverständlich keiner (siehe Griechenland 2010). Doch die Kreditaufnahme erfolgt im Euroraum ausschließlich über die einzelnen Länder nicht über den gesamten Verbund wie in der USA. Das 750 Mrd. Euro Rettungspaket gibt dem Euro die entscheidende, sichtbare Verbindung und stärkt die Stabilität und Sicherheit der Währung. Der Euro ist zwar noch in der Pubertät aber er wird langsam erwachsen.

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Datum: Mittwoch, 19. Mai 2010 10:52
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Ein Kommentar

  1. 1

    Von wegen wird er erwachsen. Eine Währung, die dem kleinen Bürger nur Unheil und Verderben bringt, kann wohl kaum ein Maß für eine gewisse Reife auferlegen. Langfristig werden auch die kleinen Bürger stärker am gescheiterten Finanzprojekt „Euro“ beteiligt sein. Die Resultate sind klar. Überhöhte Schulden und hohe Umschuldungswellen.

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