Beiträge vom Juni, 2010

Deutscher Exportmotor wieder angesprungen

Sonntag, 20. Juni 2010 18:59

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist der Spitzenverband der deutschen Industrie und vertritt so alle deutschen Industrieunternehmen. Regelmäßig veröffentlicht der BDI die Exportprognose. Wenn die neueste Prognose tatsächlich eintrifft, könnte der Export die deutsche Wirtschaft aus der Krise ziehen. In dieser Exportprognose wird für 2010 ein Exportwachstum von 8% für wahrscheinlich gehalten. Bisher ist der BDI von nur 4% Exportwachstum ausgegangen.

Laut Presseberichten (z.B. hier) reagieren die deutschen Autohersteller mit der Einstellung von zusätzlichen Zeitarbeitern, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Sogar die Sommerferien sollen in einigen Produktionsstätten ausfallen und Ferienarbeiter eingestellt werden. Bei Daimler soll das Produktionsniveau wie vor der Finanzkrise fast erreicht sein. Insbesondere seien die Luxuslimousinen wie S-Klasse von Daimler, der 7er von BMW und der A8 von Audi in China stark begehrt. Wollen wir hoffen, dass sich nicht so die Konjunkturblase in China ankündigt.

Thema: Finanzkrise, Konjunktur | Kommentare (0) | Autor:

Britische Ökonomen: “Euro in fünf Jahren tot”

Sonntag, 6. Juni 2010 17:32

In einer Umfrage des britischen Nachrichtenmagazins Telegraph werfen britische Ökonomen ein kritisches Bild auf den Euro. 12 der 25 befragten Experten geben den Euro in der heutigen Form keine Überlebenschance über die jetzige britische Legislaturperiode von fünf Jahren hinaus. Acht der befragten Ökonomen gaben dem Euro eine sichere Zukunft in der jetzigen Form. Fünf konnten sich nicht entscheiden. Insbesondere werden den momentanen Krisenstaaten wie Griechenland ein Verbleib in der Eurozone abgesprochen. Der Austritt Deutschlands wird jedoch von vier Experten als wahrscheinlicher angesehen.
Nach dem der Wechselkurs Euro zu US-Dollar am letzten Freitag das erste Mal seit vier Jahren unter die 1,20 Marke ist das eine weitere negative Nachricht für die Stabilität des Euros. Damit hat der Euro seit Jahresbeginn ca.16% an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Doch diese Marke von 1,20 wird von vielen Ökonomen als der realistische Wert für den Euro angesehen. Wenn der Umrechnungskurs sich bei dieser Marke einpendeln würde, wäre es sicherlich auch gut für die Exportwirtschaft nicht nur Deutschlands sondern auch der PIIGS-Staaten. Damit könnte die Konjunktur in diesen Ländern schneller und stärker anspringen als gedacht.

Thema: Euro, Griechenland in der Schuldenkrise | Kommentare (2) | Autor: