Britische Ökonomen: “Euro in fünf Jahren tot”

In einer Umfrage des britischen Nachrichtenmagazins Telegraph werfen britische Ökonomen ein kritisches Bild auf den Euro. 12 der 25 befragten Experten geben den Euro in der heutigen Form keine Überlebenschance über die jetzige britische Legislaturperiode von fünf Jahren hinaus. Acht der befragten Ökonomen gaben dem Euro eine sichere Zukunft in der jetzigen Form. Fünf konnten sich nicht entscheiden. Insbesondere werden den momentanen Krisenstaaten wie Griechenland ein Verbleib in der Eurozone abgesprochen. Der Austritt Deutschlands wird jedoch von vier Experten als wahrscheinlicher angesehen.
Nach dem der Wechselkurs Euro zu US-Dollar am letzten Freitag das erste Mal seit vier Jahren unter die 1,20 Marke ist das eine weitere negative Nachricht für die Stabilität des Euros. Damit hat der Euro seit Jahresbeginn ca.16% an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Doch diese Marke von 1,20 wird von vielen Ökonomen als der realistische Wert für den Euro angesehen. Wenn der Umrechnungskurs sich bei dieser Marke einpendeln würde, wäre es sicherlich auch gut für die Exportwirtschaft nicht nur Deutschlands sondern auch der PIIGS-Staaten. Damit könnte die Konjunktur in diesen Ländern schneller und stärker anspringen als gedacht.
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Datum: Sonntag, 6. Juni 2010 17:32
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Euro, Griechenland in der Schuldenkrise

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2 Kommentare

  1. 1

    Ob der Euro eine Zukunft hat, liegt in erster Linie daran, wie die EU-Länder die aktuelle Krise meistern werden, und wie wettbewerbsfähig die Wirtschaft der EU-Länder in Zukunft sein wird. Da die Wirtschaft Deutschlands und der anderen Euroländer stark vom Export abhängig ist, spielt natürlich auch die Stärke des Euro, bzw. der Wechselkurs des Euro zum Dollar eine tragende Rolle.

  2. 2

    Ganz schön gewagte Behauptung, ob der Euro wirklich so schnell von der Bildfläche verschwindet…sehr sehr unwahrscheinlich!

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