US-Notenbanker: “Handel mit dem Teufel”

Wieder schmeißt die US-Notenbank (FED) die Geldpresse an und flutet die Märkte mit nagelneuen 600 Milliarden Dollarscheinen. Die FED hat in erster Linie die Aufgabe die Wirtschaft zu unterstützen. Da die Konjunktur in den USA nicht so recht anspringen will und eine Deflation befürchtet wird, muss sie etwas machen. Der Zinssatz für Zentralbankgeld steht nahe der 0%, so dass hier keine Erniedrigung des Zinssatzes als Maßnahme mehr möglich ist. Als zweite Strategie hat die FED bereits in der Finanzkrise den Aufkauf von US-Staatsanleihen und anderen Unternehmensanleihen praktiziert. Dies will sie zur Ankurbelung der Wirtschaft wieder machen. Diese Strategie wird unweigerlich zur Inflation führen. Das Geld, das die FED auf den Markt schmeißt, muss irgendwo hin, und es wird vor allem in Rohstoffen und Aktienmärkten investiert. Zum einen steigen so die Preise für Rohstoffe, was die Inflation anheizt, und zum anderen gibt es die Grundlage für die nächste Aktienblase. Der Crash ist vorprogrammiert. China als größter Gläubiger der USA und größter Rohstoffimporteur zeigt sich verärgert. Die Währungsreserven in US-Dollar werden immer weniger Wert sein und durch die erhöhten Rohstoffpreise wird die Inflation quasi nach China und weltweit importiert.

Der einzige US-Notenbanker, der gegen die Aufkäufe gestimmt hat, Thomas Hoenig (Präsident der Fed-Filiale in Kansas City) spricht von einem Handel mit dem Teufel. Er schätzt die Gefahr richtig ein.

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Datum: Donnerstag, 4. November 2010 14:24
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Ein Kommentar

  1. 1

    [...] straucheln und werfen die Geldpresse in unerhörter Art an, um Ihre Wirtschaft anzukurbeln (siehe Handel mit dem Teufel). Dies könnte der Anfang vom Ende als die größte Wirtschaftsmacht und dem US-Dollar als [...]

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