Beiträge vom Mai, 2011

Selbsterfüllende Prophezeiung: Griechenland vor der Währungsreform

Freitag, 27. Mai 2011 10:09

Die griechische Bevölkerung zieht immer mehr Geld aus Ihrem Land ab. Sie fürchten die Währungsreform und damit die Abwertung Ihrer Ersparnisse. Würde nämlich der Drachme eingeführt, würden auf einen Schlag alle Euro-Bankkonten in Griechenland in Drachme umgetauscht. Die anschließende Abwertung der Drachme würde den realen Wert des Ersparten wegschmelzen lassen. Ausländische Bankkonten wären von einer Umwandlung nicht betroffen. Mittlerweile sollen schon mehr als 42 Milliarden Euro von griechischen Bankkonten auf ausländische in ganz Europa transferiert worden sein. 199 Milliarden Euro seien noch auf griechischen Bankkonten vorhanden. Ein weiterer Abzug wäre verhängnisvoll. Auch die EU oder IWF könnten dann nicht das Zusammenbrechen des griechischen Bankensystems und im Folgenden der Finanzen Griechenlands verhindern.

Wenn die Griechen Ihr Geld weiterhin ins Trockene bringen, wird die Währungsreform in Griechenland zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Thema: Euro, Griechenland in der Schuldenkrise | Kommentare (4) | Autor: