Selbsterfüllende Prophezeiung: Griechenland vor der Währungsreform

Die griechische Bevölkerung zieht immer mehr Geld aus Ihrem Land ab. Sie fürchten die Währungsreform und damit die Abwertung Ihrer Ersparnisse. Würde nämlich der Drachme eingeführt, würden auf einen Schlag alle Euro-Bankkonten in Griechenland in Drachme umgetauscht. Die anschließende Abwertung der Drachme würde den realen Wert des Ersparten wegschmelzen lassen. Ausländische Bankkonten wären von einer Umwandlung nicht betroffen. Mittlerweile sollen schon mehr als 42 Milliarden Euro von griechischen Bankkonten auf ausländische in ganz Europa transferiert worden sein. 199 Milliarden Euro seien noch auf griechischen Bankkonten vorhanden. Ein weiterer Abzug wäre verhängnisvoll. Auch die EU oder IWF könnten dann nicht das Zusammenbrechen des griechischen Bankensystems und im Folgenden der Finanzen Griechenlands verhindern.

Wenn die Griechen Ihr Geld weiterhin ins Trockene bringen, wird die Währungsreform in Griechenland zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

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Datum: Freitag, 27. Mai 2011 10:09
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Euro, Griechenland in der Schuldenkrise

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4 Kommentare

  1. 1

    Ist schon witzig und traurig zu gleich – in Griechenland wurde die Drachme wirklich mit viel Herzschmerz damals verabschiedet und nun steht sie wieder zur Diskussion – ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Fall eintreten wird.

  2. Sofortkredit Online
    Montag, 6. Juni 2011 16:18
    2

    199 Milliarden Euro – wie lange reicht das?

  3. Christina Carabini
    Montag, 27. Juni 2011 7:08
    3

    Manche Okonomen fordern es schon langer soll aus der Wahrungsunion austreten um aus der Schuldenfalle zu kommen und die Euro-Partner nicht ubermaBig zu belasten. Griechenland konnte seine Zinsen wieder selber bestimmen und die neue alte Landeswahrung gegenuber dem Euro und anderen Wahrungen abwerten. Die Hellenen durften die Schalter sturmen um ihr Geld vor der Wahrungsreform in Euro abzuheben.

  4. 4

    Das mit den Griechen ist ein Disater. Merkel möchte/muss helfen, kann aber nicht, weil die deutschen Bürger nicht Griechenland mit unseren Steuergeldern retten möchten. Das große Problem ist, dass Geld das die Griechen nicht haben ist unser Geld. Sprich wenn wir den Griechen Schulden erlassen, kostet es uns mehr, als wenn wir Sie retten. Blöde Sache! Gruß Andi

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