Goldpreis – Geht die Goldrallye weiter?

Montag, 27. September 2010 12:36 | Autor:

Heute hat der Goldpreis die psychologisch wichtige Grenze von 1.300 US-Dollar pro Feinunze überschritten. Auch Silber ist auf einen 30-Jahres-Hoch gelandet. Viele Experten sehen den Preis von Gold und Silber weiter steigen. Andere warnen und sehen schon Anzeichen einer Überhitzung des Marktes.

Für das Ansteigen des Goldpreises sprechen die Inflationsängste in der USA. Gold wird von Investoren als Absicherung für einen US-Dollar Verfall genutzt, da sich der Dollar-Wechselkurs und der (in Dollar notierende) Goldpreis in aller Regel gegenläufig entwickeln. Gerade die Ankündigung der US-Regierung die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln und damit noch mehr US-Dollar auf den Markt zu werfen, nähren die Angst vor einer Inflation in den USA sowie Abwertung des US-Dollars gegenüber anderen Währungen. Der Dollar war erst am Freitag mit einem Wechselkurs von 1,3477 Dollar zu einem Euro auf einem neuen Fünf-Monats-Hoch gelandet.

Andere Marktbeobachter sehen ein Heißlaufen des Marktes für Gold und Silber. Gerade der letzte Preisanstieg sei hauptsächlich von Spekulationen getrieben worden. 

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Abzocke mit Dispozinsen

Montag, 13. September 2010 11:30 | Autor:

Die Partei Die Grünen haben laut der Saarbrücker Zeitung  in einer bundesweiten Stichprobe herausgefunden, dass Banken für einen Dispositionskredit bis zu 14 % p.a. Zinsen verlangen. Der niedrigste Zinssatz bei dieser Stichprobe war 7,99%. Ganz neu ist diese Erkenntnis ja nun wirklich nicht. Schon seit dem Anfang der Niedrigzinspolitik vor zwei Jahren hat sich die Höhe der Dispozinsen kaum verändert. Die Banken können sich jedoch zu günstigen Konditionen von 1% p.a. bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren. Die Gewinnspannen sind dementsprechend attraktiv. Der Wechselwille bei vielen Kunden ist kaum ausgeprägt, da können die Dispozinsen hoch gehalten werden. Clevere Verbraucher sehen sich bei den verschiedenen Banken um, und nutzen beispielweise einen Vergleichsrechner für Girokonten (hier klicken), um günstigere Konditionen zu bekommen.

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Konjunktur: „Deutsche Wirtschaft in Partylaune“

Freitag, 23. Juli 2010 11:55 | Autor:

Seit 20 Jahren gab es nicht mehr so einen Zugewinn beim Ifo-Geschäftsklimaindex. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist wohl einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Konjunktur- und Stimmungsbarometer in Deutschland. In dieser Umfrage werden ca. 7.000 Unternehmen zu ihrer Einschätzung der gegenwärtigen Geschäftslage und zu ihrer Erwartung in den nächsten sechs Monaten befragt. Bei der aktuellen Befragung des Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli wurde eine Steigerung von 101,8 Punkten auf 106,2 Punkte ermittelt. Der Präsident des Ifo-Institut Hans-Werner Sinn wird dazu mit der Aussage zitiert: „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune”.

Die Konjunktur in Deutschland hat sich merklich erholt und zieht an. Nach der Finanzkrise kommt die deutsche Wirtschaft in einen starken Aufschwung. Mal sehen wie lange er anhält.

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Deutscher Exportmotor wieder angesprungen

Sonntag, 20. Juni 2010 18:59 | Autor:

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist der Spitzenverband der deutschen Industrie und vertritt so alle deutschen Industrieunternehmen. Regelmäßig veröffentlicht der BDI die Exportprognose. Wenn die neueste Prognose tatsächlich eintrifft, könnte der Export die deutsche Wirtschaft aus der Krise ziehen. In dieser Exportprognose wird für 2010 ein Exportwachstum von 8% für wahrscheinlich gehalten. Bisher ist der BDI von nur 4% Exportwachstum ausgegangen.

Laut Presseberichten (z.B. hier) reagieren die deutschen Autohersteller mit der Einstellung von zusätzlichen Zeitarbeitern, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Sogar die Sommerferien sollen in einigen Produktionsstätten ausfallen und Ferienarbeiter eingestellt werden. Bei Daimler soll das Produktionsniveau wie vor der Finanzkrise fast erreicht sein. Insbesondere seien die Luxuslimousinen wie S-Klasse von Daimler, der 7er von BMW und der A8 von Audi in China stark begehrt. Wollen wir hoffen, dass sich nicht so die Konjunkturblase in China ankündigt.

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Britische Ökonomen: “Euro in fünf Jahren tot”

Sonntag, 6. Juni 2010 17:32 | Autor:

In einer Umfrage des britischen Nachrichtenmagazins Telegraph werfen britische Ökonomen ein kritisches Bild auf den Euro. 12 der 25 befragten Experten geben den Euro in der heutigen Form keine Überlebenschance über die jetzige britische Legislaturperiode von fünf Jahren hinaus. Acht der befragten Ökonomen gaben dem Euro eine sichere Zukunft in der jetzigen Form. Fünf konnten sich nicht entscheiden. Insbesondere werden den momentanen Krisenstaaten wie Griechenland ein Verbleib in der Eurozone abgesprochen. Der Austritt Deutschlands wird jedoch von vier Experten als wahrscheinlicher angesehen.
Nach dem der Wechselkurs Euro zu US-Dollar am letzten Freitag das erste Mal seit vier Jahren unter die 1,20 Marke ist das eine weitere negative Nachricht für die Stabilität des Euros. Damit hat der Euro seit Jahresbeginn ca.16% an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Doch diese Marke von 1,20 wird von vielen Ökonomen als der realistische Wert für den Euro angesehen. Wenn der Umrechnungskurs sich bei dieser Marke einpendeln würde, wäre es sicherlich auch gut für die Exportwirtschaft nicht nur Deutschlands sondern auch der PIIGS-Staaten. Damit könnte die Konjunktur in diesen Ländern schneller und stärker anspringen als gedacht.

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Der Euro wird erwachsen

Mittwoch, 19. Mai 2010 10:52 | Autor:

Manche schimpfen das geplante Rettungspaket über 750 Milliarden Euro als heimliche  Währungsreform und fürchten die stille Abwertung des Euros (presse.com).

Tatsächlich ist es eine Währungsreform. Diese Währungsreform führt dazu, dass der gesamte Euroraum immer mehr als ganzes gesehen wird. Der Vorteil eines großen Wirtschaftsraums kann so ausgespielt werden. Auch die USA haben den erheblichen Vorteil des großen Wirtschaftsraums und können sich so trotz einer immensen Schuldenlast relativ günstig finanzieren. Der US-Dollar hat vor allem durch den großen Wirtschaftsraum USA eine robuste Stabilität. Genau hier war das bisherige Manko des Euroraums. Die einzelnen Staaten der Eurozone waren hauptsächlich durch eine gemeinsame Währung verbunden. Eine weitere wesentliche Verbindung war bisher nicht zu erkennen. Die Kredite an diese einzelnen Staaten wurden mit einem gesonderten Risiko betrachtet.

Der Vergleich der Euro-Staaten mit den  Bundesstaaten der USA kann hier nur bedingt herangezogen werden. Die einzelnen Bundesstaaten der USA können in die Insolvenz gehen, was theoretisch für die Euro-Staaten auch gilt. Richtig ausprobieren möchte dies selbstverständlich keiner (siehe Griechenland 2010). Doch die Kreditaufnahme erfolgt im Euroraum ausschließlich über die einzelnen Länder nicht über den gesamten Verbund wie in der USA. Das 750 Mrd. Euro Rettungspaket gibt dem Euro die entscheidende, sichtbare Verbindung und stärkt die Stabilität und Sicherheit der Währung. Der Euro ist zwar noch in der Pubertät aber er wird langsam erwachsen.

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Deutsche Griechenland-Hilfe in trockenen Tüchern

Samstag, 8. Mai 2010 15:11 | Autor:

Am gestrigen Freitag wurde das Gesetz zur Griechenland-Hilfe im Eilschritt durch den Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Noch am abend hat der Bundespräsident Horst Köhler das Gesetz unterzeichnet. Somit konnte nur noch ein Eilantrag an das Bundesverfassungsgericht die Deutschland-Hilfe stoppen. Diesen Eilantrag haben fünf Wissenschaftler eingereicht, die schon vor der Euroeinführung gegen die Gemeinschaftswährung geklagt haben. Doch das Bundesverfassungsgericht wies den Eilantrag ab, und hat somit den Weg für die 22 Milliarden Hilfe aus Deutschland für die Griechen frei gemacht.

Wieviel Euros dann tatsächlich nach Griechenland fließen werden bleibt ungewieß. Im besten Fall kann es sogar ein Geschäft für Deutschland sein, da höhere Zinsen von Griechenland eingenommen werden als für Kredite vom deutschen Staat gezahlt werden. Wenn Griechenland seine Kredite brav tilgt, könnte dies ein Gewinn für Deutschland bedeuten.

Im schlimmsten Fall kann das Hilfspaket zu einem Fass ohne Boden werden. Jeder Staat der Eurozone ist nämlich mehr oder weniger an der Hilfe beteiligt. Wenn ein Staat nun einen höheren Zins für seine Kredite bezahlen muss als er an Griechenland weitergibt, muss er keine Kredite mehr an Griechenland weiterreichen. Die anderen Staaten müssen dann für den fehlenden Betrag einspringen. Deutschland wäre dann wahrscheinlich einer der letzten in der Reihe, die löhnen müssten.

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Euros nach Athen tragen

Freitag, 30. April 2010 8:55 | Autor:

Hoffen wir, dass es neben dem Sprichwort Eulen nach Athen tragen nicht auch bald das geläufige Sinnbild Euros nach Athen tragen gibt. Es könnte für einen bankrotten Schuldner stehen, dem gutes Geld nachgeworfen wird, obwohl jeder weiß, dass das Geld eigentlich verloren ist. Wahrscheinlich wird es im Fall Griechenland noch viel mehr Geld werden, als jetzt mit 30 Milliarden Euro alleine für Deutschland angesetzt ist. Die einzigen, die sich auf Ihrer Yacht ins Fäustchen lachen, sind die griechischen Steuerhinterzieher. Alle anderen leiden. Als erstes müssen die Rentner, Staatsbediensteten, Arbeiter und Angestellten in Griechenland drastische Einkommenseinbußen hinnehmen. Es wird schon von einem möglichen Bürgerkrieg gesprochen. Aber auch in die anderen Länder der Eurozone könnte die griechische Krise ausstrahlen, wenn die Spekulanten erstmal richtig loslegen. Denn auch Portugal wackelt schon.
In der derzeitigen Situation kündigt die SPD an, ihre Unterstützung bei einem Gesetz zur Rettung Griechenlands zu verweigern, wenn die Banken nicht ausreichend an dem Rettungspaket beteiligt werden. Der Gedanke ist nicht ganz abwegig. Vor allem jedoch populär und angesichts der kommenden NRW-Wahlen großes Wahlgepollter. Gerade die nach der Finanzkrise verstaatlichten Banken haben in der deutschen Bankenlandschaft die größten Kredite an Griechenland gewährt, die HRE mit 9 Milliarden und die Commerzbank mit 3 Milliarden. Der Steuerzahler ist am Schluss immer der Dumme.
Nur konsequente Maßnahmen können jetzt helfen: Alle bisherigen Kredite Griechenlands werden durch die Euroländer zu 100% garantiert. Damit würden die Zinsen für Griechenland automatisch fallen, und langfristig könnte sich Griechenland wieder mit Hilfe des IWF auf eigene Beine stellen. Im gleichen Moment führt Griechenland wieder die Drachme ein, so könnte verhindert werden, dass der Euro und andere Länder der Eurozone in den Strudel gezogen werden. Sicher würde dieses Vorgehen die Rückzahlung der Kredite erschweren und vielleicht bleiben die Euroländer aufgrund der Garantien darauf sitzen. Aber lieber einmal tief in die Tasche greifen als Jahrzehnte Euros nach Athen tragen.

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Ab heute: Kostenlose Auskunft und mehr Rechte bei der Schufa

Donnerstag, 1. April 2010 9:34 | Autor:

Ab dem 1. April gelten neue Regelungen für Auskunfteien wie die Schufa oder Creditreform. Diese Auskunfteien speichern Daten, die relevant für die Bonität eines Bürgers sind. Diese Daten können z.B. von Versandhändlern oder Kreditinstituten nach Zustimmung des Kunden abgefragt werden. Daraufhin entscheidet das Unternehmen, ob er dem Kunden Ware auf Rechnung schicken oder einen Kredit gewähren kann. Auch die höhe der Zinskonditionen sind häufig abhängig von solchen Bewertungen. Die Auskunfteien müssen nun jedem der anfragt einmal im Jahr seine eigenen Daten kostenlos offen legen. Alle gespeicherten Daten müssen dem Verbraucher vorgezeigt werden. Dabei ist wichtig, dass unrichtige Angaben von den Auskunfteien geändert werden müssen.

Strengere Richtlinien bestehen ab heute auch für Banken, Versicherungen und Versandhandel. Dem Kunden muss zukünftig die Begründung für eine Ablehnung einer Versicherung oder eines Kredits mitgeteilt werden. Dies gilt für alle Unternehmen, die ein sogenanntes Scoring verwenden. Ein Scoring ist die Bewertung einer Person nach bonitätsrelevanten Gesichtspunkten wie es die Schufa betreibt. Die Ablehnung auch im Versandhandel muss nachvollziehbar begründet sein.

Wussten Sie schon, dass es auch Kreditvermittler gibt, die Ihnen einen Kredit ohne Schufa geben.

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Griechenland erhöht seine Mehrwertsteuer

Montag, 15. März 2010 18:40 | Autor:

Das Sparprogramm in Griechenland nimmt erste Züge an. Die Mehrwertsteuer steigt mit Wirkung von heute von 19 % auf 21 %. Wichtig wird es jedoch auch sein, dass der griechische Staat erfolgreich bei der Verhinderung von Steuerhinterziehung ist. Denn ein höherer Mehrwertsteuersatz verführt noch mehr zur Schwarzarbeit bzw. zum Arbeiten ohne Rechnung oder Beleg. Diese verdeckten Leistungen sollen laut vielen Medienberichten einen großen Teil der Wirtschaftsleistung ausmachen. Wie bekannt ist, werden auf solche Leistungen natürlich keine Mehrwertsteuer abgeführt.

Das Sparprogramm wurde Anfang März 2010 mit einem geplanten Betrag von 4,8 Milliarden Euro vereinbart. Neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer sollen andere Verbrauchssteuern erhöht und die Gehälter im öffentlichen Dienst gekürzt werden. Zurzeit beraten die Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel über die Schuldenkrise.

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